Unterwegs. The Longest Way

Dinge, die ich tue

The Longest Way

The Longest Way

[Englisch] Dies ist der The Longest Way Reiseblog. Es geht darin um meinen Versuch, von Peking nach hause zu laufen – nach hause ins schöne Bad Nenndorf bei Hannover. Es ist eine ziemlich umfassende Website geworden: ein ganzes Jahr lang, von 2007 bis 2008, habe ich aufgezeichnet, was alles so auf dem Weg passiert ist, außerdem noch zwei Monate in den Jahren 2010 und 2012. Außerdem ist noch der neue Abschnitt seit Sommer 2016 dabei! Insgesamt sind es mehr als 600 Einträge geworden, von denen alle auf Englisch sind und fast alle vom Laufen handeln. Es gibt Karten, Photos und Videos zu den Texten, und an fast jedem Lauftag gibt es eine Empfehlung für ein Lied, das ich an dem Tag passend finde. Wer alle Einträge liest, wird wahrscheinlich einen ganz guten Eindruck davon bekommen, wie es war, im olympischen Jahr und in den Jahren danach durch Nordchina zu laufen, oder eher: zu gehen. Außerdem gibt es Zentralasien in diesem Jahr.

thelongestway.com

BookSlap

BookSlap

[Englisch] BookSlap ist ein Blog über Reisebücher. Ursprünglich habe ich damit angefangen, weil ich etwas über Reiseliteratur lernen wollte, denn ich musste ja mein eigenes Buch „The Longest Way“ schreiben. Das Prinzip des Blogs ist einfach: ich lese etwas, das mit Reisen zu tun hat, und dann erzähle ich Dir, was ich davon halte.
Aber warum Reisebücher?
Ich finde es bemerkenswert, in wie vielen literarischen Werke es im Kern um das Reisen geht. In der Bibel zum Beispiel wird viel gereist (man denke an Moses), die homerischen Epen drehen sich um die Fahrten ihrer Helden, und Tolkiens „Herr der Ringe“ ist in sich selbst eine einzige Reise (zu einem riesigen Vulkan). Anscheinend ließ sogar James Joyce seine Protagonisten sich ein bisschen bewegen.
Das heißt nun nicht unbedingt, dass es kein Buch ohne Reise geben kann. Aber seit Lotman und Tomajeshevsky wissen wir, dass jede Geschichte einen Übergang braucht, um vollständig zu sein. Eine Art Reise vielleicht.
Und genau dies ist der Grund, warum ich mich nach vielen Reisebuchbesprechungen dazu entschlossen habe, auch fiktive Klassiker wie Defoes „Robinson Crusoe“ und Sachbücher wie Kissingers „China“ mit aufzunehmen. Denn nicht jede Reise muss unbedingt körperlich stattfinden.
Und außerdem sind wir immer auf einer Reise, egal wo wir hingehen.

bookslap.com

SlowerPulse

SlowerPulse

[Englisch] SlowerPulse ist ein Blog über Vodka – ich probiere verschiedene Marken und schreibe darüber.
Hierfür gibt es einen einfachen Grund: vor ein paar Jahren, als ich gerade mit dem Trinken angefangen hatte, saß ich eines Abends bei Freunden in der Küche und teilte eine Flasche Russian Standard mit ihnen.
Ein Typ kommt ein und nimmt ein Bier aus dem Kühlschrank. Ich sage: „Auch einen Schluck von diesem edlen Tropfen?“
Er stürzt den Schluck hinunter, dann guckt er die Flasche an und sagt: „Bah! Warum trinkt ihr nur diese neumodischen Sachen, die sind ja ekelhaft! Ihr solltet besser die Klassiker nehmen!“
Da dachte ich mir: muss eine Vodkamarke alt und etabliert sein, damit sie gut ist?
Für mich war es unmöglich festzustellen, ob der Typ Recht oder Unrecht hatte, jedenfalls solange ich nicht eine Menge verschiedener Vodkamarken probiert hatte. Dies ist der Grund, warum ich diesen Vodka Blog angefangen habe. Und ich nannte ihn SlowerPulse, weil der Verzehr von Alkohol genau dies mit einem macht: er verlangsamt den Puls.
Prost!

slowerpulse.com

Stuff My Dad Left Me

[Englisch] Dies sind viertausend einhundert und neunundachtzig Dinge, die jetzt irgendwie mir gehören.
Sie sind von meinem Vater. Ich weiß nicht mehr viel von ihm. Ich erinnere mich nicht daran, wie wir mit Hunden gespielt haben. Oder wie wir ans Meer gefahren sind oder Mundharmonika gespielt haben.
Mein Vater war ein großer, bärtiger Mann, der gerne Witze machte. Und die meisten Photos zeigen ihn in der Tat lächelnd. Er mochte das Meer, und manchmal ging er fischen. Er mochte Rucksackreisen (und anscheinend auch Möhren), so wie ich auch.
Es gibt aber noch etwas: er war ein Sammler! Er sammelte alle möglichen Dinge. Bücher, Briefmarken, Photos, Modellzüge, Briefe, Steine, Postkarten, Modellautos, Münzen, Spielkarten, Brettspiele und andere Sachen. Er ging zu Auktionen und zum Flohmarkt, und anscheinend ging ich mit ihm.
Dann kam die Krankheit.
Viele Jahre sind seither vergangen. Ich habe meinen eigenen Bart. Und zuhause habe diese Kartons, die voll sind mit den Dingen, die mein Vater für mich zurückgelassen hat.
Ich habe alles photographiert und gescannt und es auf diese Website hochgeladen, damit ich es angucken kann, wenn ich nicht zuhause bin. Ich verstehe nicht viel vom Sammlerwert von Briefmarken oder Modellzügen. Wenn Du einen außergewöhnlichen Gegenstand bemerkst, sag mir Bescheid! :)

stuffmydadleftme.com

Deutscher Ziganwu

[Chinesisch] Dies ist eine Videoserie, die ich für das chinesische Internet gemacht habe. Sie ist satirisch: ich übernehme eine Position, die ich für irrtümlich halte („nicht viele Menschen starben während des Großen Sprungs Nach Vorne“), dann überspitze ich sie („niemand starb während des Großen Sprungs Nach Vorne“) und spiele ein bisschen mit der Logik, die normalerweise zu ihrer Verteidigung dient („ich habe meinen Opa gefragt, und er ist nicht im Großen Sprung Nach Vorne gestorben, was wiederum beweist, dass auch sonst niemand damals gestorben ist“).
Aber was heißt eigentlich der Titel Ziganwu (自干五 oder Selbst-Machende-Fünf)?
Nun, das kommt auf Deinen Standpunkt an. Ein Ziganwu ist eine Person, die sich selbst ungefähr so definieren würde: „Ich versuche, Lügen und Verleumdungen gegen China richtig zu stellen. Ich bin niemand, der von der chinesischen Regierung dafür Geld kriegt (das wäre ein Wumao, 五毛 oder Fünfzig-Cent) sondern ich tue es umsonst, denn ich bin der Überzeugung, dass China (virtuellen) Attacken von außen – und von innen – ausgesetzt ist.
Die Definition, die ich selbst geben würde, sieht eher so aus: ein Ziganwu ist normalerweise ein junger Chinese der – aus welchem Grund auch immer – eine groteske Form des Nationalismus angenommen hat. Er ist oft bereit, jegliches logisches Denken um des Arguments willen zu opfern, und in den Fällen, in denen seine Logik hermetisch korrekt ist, ist üblicherweise der Ausgangspunkt etwas „verschoben“.
Jetzt könnte man vielleicht sagen, dass ich meine eigene „Strohpuppe“ erschaffe, indem ich eine karikierte Version der Argumente dieser Leute attackieren, aber ich nehme an, Satire darf so etwas.
Ach, und noch etwas: Du kannst ab sofort über MAOZEDONG.DE auf meine Ziganwu-Seite gelangen!

ziganwu.de